Samstag, 17. Februar 2018

Six Nations 2018 Week 2


2. Spieltag 2018



Irland - Italien 56:19 

Sehr aggressiv ging das Heimteam aus Irland in die Partie gegen die Außenseiter aus Italien. Sie wollten zeigen, dass die schwache Vorstellung der Vorwoche trotz Sieg keine Regel war. Es dauerte allerdings bis zur 13. Minute, bis das stete Attackieren mit Erfolg belohnt wurde, als #9 Conor Murray nach mehreren Phasen #13 Robbie Henshaw aus kurzer Distanz bediente und er in das Malfeld tauchte. #10 Johnny Sexton erhöhte den Versuch. Direkt nach dem Wiederankick attackierten die Iren erneut mit schnellen Pässen und als Murray dann links außen den Ball erhielt, war dort kein Verteidiger mehr, der ihn auf seinem Weg ins Malfeld aufhalten konnte. Sexton erhöhte auf 14: 0. Das Heimteam spielte weiter aggressiv nach vorne, während die Italiener sich hauptsächlich auf das Abwehren konzentrieren mussten. In der 21. Minute schlug es nach mehreren Phasen wieder in dem Malfeld der Gäste ein, diesmal war es #13 Bundee Aki, der den Versuch legte. Fünf Minuten vor der Pause konnte sich dann #14 Keith Earls noch durch die Abwehr mogeln und mit den beiden Erhöhungen von Sexton stand es zur Pause schon 28: 0, womit die Südeuropäer noch gut bedient waren. Sie wollten es in der zweiten Hälfte enger gestalten, doch als in der 44. Minute Henshaw den Gegnern den Ball abnahm und über das halbe Feld zum Versuch stürmte, war die Messe gelesen. In der 53. Minute legte dann #2 Rory Best nach einer Gasse durch eine kräftiges Paket den nächsten Versuch. Nachdem Sexton den ersten Versuch der zweiten Hälfte erhöht hatte, war es #22 Joey Carbery, der diesen Versuch auf 42: 0 erhöhte. Italien holte sich schließlich nach einer schnellen Attacke in der 56. Minute die ersten Punkte; #10 Tommaso Allan war es, der den Versuch legte. Er erhöhte den Versuch ebenso. In den letzten zwanzig Minuten gestaltete sich die Partie etwas offener und beide Mannschaften legten noch je zwei anschauungswürdige Versuche. Für Irland war es zweimal #11 Jacob Stockdale, der in das Malfeld in der 60. und 70. Minute fand und Carbery erhöhte beide Versuche. Die Italiener durften noch durch #21 Edorardo Gori in der 66. Minute und #15 Matteo Minozzi Punkte feiern. Der Endstand war jedoch ein ernüchterndes 56:19, das die Iren aufgrund der vielen Punkte auf den ersten Platz in der Tabelle schob... 




England - Wales 12: 6

Mit England und Wales trafen zwei Sieger des ersten Spieltages in Twickenham aufeinander. Das Heimteam zeigte sich von Beginn an aggressiver und in der 5. Minute war es nach einem Kick von #12 Owen Farrell sein Mitspieler #11 Jonny May, der am schnellsten am Ball war und zum Versuch gelangte. Die schwere Erhöhung von Farrell von ganz außen schlug aber fehl. Wales zeigt im Anschluss, dass sie gegen den Titelverteidiger angehen wollte und hätte sich in der 7. Minute nach einer Abseitsstellung der Gegner per Straftritt auf das Scoreboard bringen können, doch Kicker #10 Rhys Patchell verzog den langen Schuss. England legte in der 20. Minute nach, als sie die Gäste in der eigenen 22 unter Druck setzten. Wieder war es May, der in das Malfeld fand und Farrell gelang die Erhöhung zum 12: 0. Nur drei Minuten später hatten die Waliser erneut die Chance wegen Abseits aufzuschließen und diesmal nutzte Patchell den Straftritt. Nun waren sich die Teams ziemlich ebenbürtig und suchten nach taktischen wie territorialen Vorteilen. Bis zur Halbzeit wurde allerdings nichts davon aufgedeckt und es ging mit 12: 3 in den Seitenwechsel. Auch nach der Pause fand keine Mannschaft den wirklichen Durchbruch. Die Waliser waren mit der ablaufenden Zeit ein klein wenig effektiver, mussten aber einen möglichen Versuch nach Videobeweis als nicht gegeben akzeptieren. Patchell konnte allerdings immerhin den anschließenden Straftritt zum 6:12 verwandeln. Dies war aber schon drei Minuten vor dem Ende und England brachte diesen Spielstand über die Zeit. Der Titelverteidiger bleibt somit die Mannschaft, über die der Sieg der 'Six Nations' gehen wird!




Schottland - Frankreich 32:26

Im Murrayfield in Edinburgh trafen sich die unglücklichen Franzosen sowie die gerupften Schotten aus dem ersten Spieltag. Es schien, als hätte das Heimteam nicht aus den Fehlern der letzten Woche gelernt, denn als #14 Teddy Thomas in der 3. Minute den Ball bei einem Angriff rechts außen bekam, schlüpfte er durch alles Abwehrversuche hindurch und gelangte über vierzig Meter in das Malfeld. #9 Maxime Machenaud erhöhte den Versuch. Er vollstreckte auch sechs Minuten später den Straftritt gegen die Schotten zum 10: 0. Die Nordeuropäer antworteten jedoch zeitig, als #11 Sean Maitland links außen durch schnelle Pässe bedient wurde und in das Malfeld gelangte. #9 Greig Laidlaw konnte die schwere Erhöhung verwandeln. Thomas blieb scheinbar die unlösbare Aufgabe für die Schotten, denn in der 27. Minute bekam er wieder links außen den Ball und kickte ihn dreißig Meter vor dem Malfeld in dessen Richtung und sprintete hinterher. Laidlaw kam den fallenden Ball entgegen, der jedoch in eine völlig unerwartete Richtung aufprallte, welche allerdings genau der Laufweg von Thomas war, der ganz leicht das Spielgerät zum Versuch ablegen konnte. Die Erhöhung war ebenso keine Herausforderung für Machenaud. Mit 7:17 zurückliegend erhöhten die mit vielen unnötigen Fehlern behafteten Schotten den Druck und Laidlaw bediente dann zwanzig Meter vor dem gegnerischen Malfeld #13 Huw Jones, der eine ideale Linie zum Versuch laufen konnte. Laidlaws Erhöhung verkürzte auf drei Punkte Rückstand. Daraus wurden aber in der Nachspielzeit noch sechs, als Machenaud einen weiteren Straftritt verwandelte und das 20:14 markierte. Nach dem Seitenwechsel wurde das Thema Straftritt großgeschrieben. Innerhalb der ersten neun Minuten konnte Schottland zwei Straftritte durch Laidlaw verwandeln, während der eingewechselte #21 Baptiste Serin ein Kreuzen der Schotten in günstiger Position nutzte. Er baute die Führung in der 58. Minute nach einem Vergehen am Kontaktpunkt wieder auf sechs Punkte Führung zum 26:20 aus. Allerdings gelang es den Schotten immer disziplinierter zu Spielen, wogegen sich die Gäste mehr und mehr Fehler leisteten. In der 61. Minute kamen die Schotten wegen einer Regelwidrigkeit am Kontaktpunkt durch Laidlaw auf drei Punkte heran und nur vier Minuten später glich dieser nach einem Fehler der Franzosen im Gedränge das Spiel aus. Neun Minuten vor dem Ende holte Laidlaw nach Abseitsspiel per Straftritt die erstmalige Führung der Schotten und konnte diese in der 77. Minute auf 32:26 ausbauen. Frankreich blieb die verbleibende Zeit ohne Ball und die Schotten holten sich den ersten Sieg in den 'Six Nations'...


Tabelle: 

1. Irland     (+39) 9
2. England    (+37) 9
3. Wales      (+21) 6
4. Schottland (-21) 4
5. Frankreich (- 8) 2
6. Italien    (-68) 0


Am Ende konnte Schottland die Franzosen niederringen...
(photo:scottishrugby.org)

Donnerstag, 15. Februar 2018

INTERPOL - Interpol

...neu in meinem CD-Regal....


INTERPOL - Interpol


Es mag schon verwunderlich sein, wieso gerade das vierte Album der amerikanischen Band INTERPOL schlicht mit dem Bandnamen betitelt wurde, ist diese Variante ja zumeist bei den Debüt-Alben von Musikern vorbehalten. Wie dem auch sei, das letzte Release der amerikanischen Indie-Band INTERPOL erschien ganze drei Jahre nach dem vorherigen Werk 'Our Love To Admire' und wurde mit neuen Bandmitgliedern im Jahre 2010 als kleiner Neuanfang gesehen. Musikalisch hält sich die Band hier allerdings zurück, besinnt sich auf ihre Stärke, eine gewisse musikalische Tiefe um die ausdrucksstarke Stimme von Paul Banks zu erzeugen. So startet die mit dem Opener Success schon recht verhalten, um den Gitarrensound um den Refrain herum zu steigern. Dies ist auch bei Liedern wie Always Malaise (The Man I Am) oder Try It On festzustellen. Kleinere Änderungen dieser Struktur komplettieren dann auch schon das Album. Summer Well beginnt mit einem führenden Bass, welcher von einem simplen Klavierstück unterstützt wird - schließlich aber auch zu einem dramatischen Refrain führt. Richtig tiefgehend und sich steigernd ist wohl mit der Single-Auskopplung Light am allerbesten dokumentiert. Den Track kann man mit seinem Spannungsbogen schon episch nennen! Ein wenig flotter und auch melodischer kommen Memory Serves und Barricade daher. Gegen Ende werden mit All Of The Way und dem letzten Track The Undoing weitaus ruhigere Töne angeschlagen. Kleine Nuancen also, die jedoch das Werk sehr gut abrunden und lange Zeit Hörgenuss bereiten...


Erscheinungsdatum: 03.10.2010
Format: CD 
Label: Soft Limit / Cooperative Music
Barcode: 602527470290

Tracklist:
  1. Success
  2. Memory Serves
  3. Summer Well
  4. Lights
  5. Barricade
  6. Always Malaise (The Man I Am)
  7. Safe Without
  8. Try It On
  9. All Of The Way
  10. The Undoing

Lights

Montag, 12. Februar 2018

Edinburgh Rugby 2017/18 PRO14 Week 14

 

Hier präsentiere ich Woche für Woche einen ausführlicheren Spielbericht des Rugbyteams Edinburgh. Dazu die weiteren Ergebnisse des Spieltages und natürlich die aktuelle Tabelle ...






Edinburgh Rugby - Leinster Rugby 29:24

Ohne die Nationalspieler, welche im 'Sechs Nationen Turnier' aktiv waren, trat Leinster Rugby bei Edinburgh Rugby an. Und auch ohne diese legte der junge Kader sehr engagiert los. Nach mehreren Phasen in der gegnerischen 22 und jeder Menge 'Pick and go' war es schließlich #8 Max Deegan in der 4. Minute, der in das Malfeld drang. #10 Ross Byrne erhöhte zum frühen 7: 0. Die Iren attackierten munter weiter, doch #6 Luke Crosbie blockte dann einen Lupfer von den Gästen, nahm den Ball auf und sprintete unaufhaltsam über 60 Meter zum Versuch, den #10 Jaco Van der Walt zum Ausgleich erhöhte. Beim Wiederankick riss #13 Mark Bennett dem Balltäger das Spielgerät aus den Händen, #9 Nathan Fowles nahm diesen auf und huschte über 30 Meter durch Freund und Feind zum nächsten Versuch. Die Erhöhung von Van der Walt ging jedoch daneben. Die Gäste brauchten im Anschluss einige Zeit, um sich wieder zu formieren, und in der 25. Minute gelang es #5 Scott Fardy die Abwehr zu durchbrechen. Byrne erhöhte den Versuch zum 14:12. Leinster machte weiter und setzte das Heimteam unter Druck. Mit schnellen Pässen von rechts auf die linke Flanke drückte sich #11 Barry Daly mit Unterstützung seiner Kollegen in der 34. Minute in das Malfeld und legte den Ball zum 19:12 ab. Byrne konnte diese Erhöhung nicht zwischen die Stangen setzen. Edinburgh gab sich in den verbleibenden Minuten einem mächtigen Ruck und nach einigen Strafen innerhalb der 22 tankte sich #3 Murray McCallum in das Malfeld. Bennett versuchte sich nun an der Erhöhung und vergab die zwei Punkte. Es ging mit 17:19 in die Halbzeit. Edinburgh wirkte nun konzentrierter und so egalisierten sich beide Teams bis in die 60. Minute, als der eingewechselte #21 Sam Hidalgo-Clyne mit einem Lupfer über die Abwehr diese aushebelte. Der heranstürmende #11 Duhan Van der Merwe krallte sich den Ball über dem Abwehrspieler und sprintete mit diesem in das Malfeld zur erstmaligen Führung des Heimteams, die Hidalgo-Clyne jedoch nicht erhöhen konnte. Mit 22:19 war der Druck nun auf den Gästen, die aber sofort reagierten, einen schnellen Angriff aufbauten, sich vor dem Malfeld mit mehreren Phasen festsetzten und dann mit einem weiten Pass nach links außen erneut Daly bedienten, der in die Ecke zum Versuch tauchte. Die schwere Erhöhung verzog Byrne. Die Zeit lief unaufhaltsam weiter und Edinburgh arbeitete sich vorwärts, um zumindest einen Straftritt zu erhalten. Den Fehler machten die Iren schließlich auch in der 79. Minute, was Van der Walt zu einem weiteren Lupfer in die 22 des Gegners veranlasste. In der Spielertraube war es #23 Glenn Bryce, der am höchsten sprang, den Ball nach hinten pitchte, wo ihn Bennett im Nachfassen bei seinem Lauf aufnehmen und ins Malfeld gelangen konnte. Hidalgo-Clyne erhöhte den Kick und Edinburgh Rugby erarbeitete sich den 29:24 Sieg gegen Leinster Rugby!


Mark Bennett auf dem Weg zum siegreichen Versuch...
(photo: ©www.edinburghugby.org)

Nachholspiele:

Southern Kings - Toyota Cheetahs 21:45
Toyota Cheetahs - Southern Kings 45:24

Die weiteren Ergebnisse des Spieltages:

Connacht Rugby - Ospreys                 26:15
Newport Gwent Dragons - Glasgow Warriors 15:15
Ulster Rugby - Southern Kings            59:10
Cardiff Blues - Toyota Cheetahs          25:20
Munster Rugby - Zebre                    33: 5
Benetton Treviso - Scarlets              22:12

Conference A:
      Team                                 Spiele Siege Unent. Niederl. Differenz   Punkte
1. Glasgow Warriors       14  12   1   1    +216   60
2. Munster Rugby          14   9   0   5    +178   45
3. Toyota Cheetahs        14   8   0   6    + 48   41
4. Cardiff Blues          14   6   0   8    - 42   29
5. Connacht Rugby         14   5   0   9    - 14   28
6. Ospreys                14   4   0  10    -115   21
7. Zebre                  14   3   0  11    -124   17


Conference B:
      Team                                 Spiele Siege Unent. Niederl. Differenz   Punkte
1. Leinster Rugby         14  11   0   3    +181   53
2. Scarlets               14  11   0   3    +153   52
3. Ulster Rugby           14   9   1   4    + 58   45
4. Edinburgh Rugby        14   9   0   5    + 61   42
5. Benetton Treviso       14   7   0   7    - 32   34
6. Newport Gwent Dragons  14   2   2  10    -205   16
7. Southern Kings         14   0   0  14    -352    4

Samstag, 10. Februar 2018

ENTSTAUBT ... im ... FEBRUAR

...Die 'ENTSTAUBT'-Rubrik ist ein Tribut an Alben, 
die mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben...


THE SOUND - From The Lions Mouth


Wenn ich jemals die zehn besten Alben aus meiner Sammlung ziehen müsste - es gäbe glaube kein Weg an 'From The Lions Mouth' vorbei! Das zweite Album der britischen Band THE SOUND aus dem Jahre 1981 ist eine Offenbarung an melodischer wie gleichfalls melancholischer Musik! Nach dem noch etwas ungeschliffenen Debüt 'Jeopardy' aus dem Vorjahr legte die Combo um den leider im Jahre 1999 durch Suizid verstorbenen genialen Kopf Adrian Borland ein mehr als außergewöhnliches Album hin. Der Opener Winning weist noch leichte Post-Punk Attitüde der vorherigen Produktion auf wie auch das flotte Skeletons. Klassische Synthies der Achtziger untermalen den ansonsten leicht wavigen Gitarrensound, welcher perfekt mit den kühlen Drums abgestimmt ist. Kühl wirken insgesamt auch Lieder wie Sense Of Purpose oder das etwas flottere Possession. Einen weiteren Rückblick in die Post-Punk Ära gibt dem Hörer der Track The Fire, welcher rockig und treibend daher kommt - ein faszinierender Ohrwurm. Mein absoluter Favorit ist jedoch Judgement, so melancholisch und tiefgehend, wie es aus der Zeit eigentlich eher von JOY DIVISION bekannt war. Dieses Highlight hätte locker auf deren Werken gepasst! Fast schon lieblich kann man das arg beruhigend wirkende Silent Air bezeichnen. Auf einer Art 'Dark Kuschel-Rock' hätte es garantiert einen festen Platz gehabt. Das sich steigernde und schon parole-schwingend wirkende New Dark Age rundet ein abwechslungsreiches und berührendes Werk ab, wie es nicht oft geschrieben und musiziert wurde. Die Nachpressungen auf Compact Disc haben zumeist noch den schönen Song Hot House als versteckten Song drauf gepackt. 'From The Lions Mouth' ist einfach ein Album, was ein Leben lang begleitet!


Erscheinungsdatum: 1981
Format: LP, CD, MC
Label: Korova / Renacsent
Tracklist:
  1. Winning
  2. Sense Of Purpose
  3. Contact The Fact
  4. Skeletons
  5. Judgement
  6. Fatal Flaw
  7. Possession
  8. The Fire
  9. Silent Air
  10. New Dark Age

Judgement (mit Text)

Donnerstag, 8. Februar 2018

Super Bowl LII

Das Ergebnis des NFL -Super Bowl LII




New England Patriots - Philadelphia Eagles 33:41

Also die letzten Super Bowls boten ja tatsächlich sehr ansehnliche Spiele, was nicht immer so war. Bei dem 52. Super Bowl wurden alle Freunde des offensiven Footballs voll und ganz bedient! Es hagelte regelrecht Punkte und in Sachen Raumgewinn wurden viele neue Rekorde aufgestellt. Die Eagles bekamen zuerst den Ball und marschierten munter über das Feld, wurden jedoch in der Redzone gestoppt, so dass sie sich mit einem Field Goal von Kicker Jake Elliot aus 25 Yard begnügen mussten. New England agierte ebenso und konnte am Ende ebenfalls nur ein Field Goal aus 26 Yard mitnehmen, was Kicker Stephen Gostkowski verwandelte. Philadelphia ging nun beim nächsten Drive komplett durch, als Quarterback Nick Foles den Ball über 34 Yard auf Wide Receiver Alshon Jeffery warf. Allerdings hämmerte Elliot den Extrapunkt neben die Stangen. Sein Gegenüber war allerdings nicht viel besser, beim nächsten Drive der Patriots versuchte er sich an einem weiteren Field Goal aus 26 Yard, was er aber an den Pfosten hämmerte. Beide Angriffsreihen kamen dann im zweiten Quarter erstmalig ins Stottern; während sich Philadephia per Punt vom Ball trennte, misslang dem Titelverteidiger ein ausgespielter vierter Versuch. Die in diesem Endspiel als Gäste dotierten Eagles nutzen die gute Feldposition und Running Back LaGarrette Blount fand eine Lücke und stürmte über 21 Yard in die Endzone zum 15: 3. New England antwortete schnell, allerdings nur mit einem Field Goal aus 45 Yard. Das war eigentlich die Chance für den NFC-Vertreter davon zu ziehen, doch ein tiefer Pass von Foles wurde von Jeffery in die Luft geschlagen, so dass Safety Duron Harmon den Ball abfangen konnte. Quarterback Tom Brady nutzte das sofort aus, trieb seinen Angriff über das Feld und Running Back James White gelangte aus 26 Yard in die Endzone. Allerdings ging auch dieser Extrapunkt daneben. Mit gut zwei Minuten auf der Uhr spielten die Eagles sinnvoll die Zeit herunter, punkteten mit einem Trickspielzug, bei dem Foles den Ball über ein Yard von Tight End Trey Burton zugeworfen bekam - eine Variante, womit die Patriots übrigens zuvor den vierten Versuch erfolglos ausspielten, da Brady den Passfang nicht kontrollierte - und New England nicht mehr zu Punkten kommen konnten. Die Eagles führten mit 22:12. Im dritten Quarter ging das muntere Punkten weiter; Brady fand seinen Tight End Ron Gronkowski über 5 Yard und Foles fand im Gegenzug Running Back Corey Clement über 22 Yard. Brady bediente danach Wide Receiver Chris Hogan über 26 Yard und die Eagles konnten zu Beginn des vierten Quarters nur ein Field Goal aus 42 Yard hinterher legen. Mit 32:26 blieb es also denkbar eng. Brady zeigte nun wieder mal seine Klasse und arbeitete seine Farben meisterlich über das Feld, bis er über vier Yard erneut Gronkowski fand. Mit dem Extrapunkt von Gostkowski führten die Patriots nun 33:32. Nun konnte Philadelphia beweisen, ob sie das Zeug dazu hatten den Titel an sich zu reißen und die Offense unter Foles marschierte unaufhaltsam. Der Quarterback fand schließlich Tight End Zach Ertz über elf Yard. Der Versuch auf zwei Punkte misslang, aber die Führung war mit 38:33 zurück geholt. Brady hatte jedoch noch gute zweieinhalb Minuten Zeit. Da zeigte sich erstmals die Abwehr der Eagles, als Defensive End Brandon Graham den Quarterback zu Boden brachte und ihm dabei den Ball aus den Händen schlug, welchen sein Kollege Defensive End Derek Barnett eroberte. Die Eagles nahmen so noch ein Field Goal aus 46 Yard mit. Es waren allerdings immer noch über eine Minute auf der Uhr. Und Brady brachte sein Team auch noch bis zur Mittellinie, dann blieb nur noch die Zeit für einen tiefen Pass. Der wurde abgewehrt und die Philadelphia Eagles gewannen mit 41:33 den 52. Super Bowl!


Die Eagles flogen zum Sieg im 52. Super Bowl!

(photo: espn.com)

Mittwoch, 7. Februar 2018

PAUL BANKS - Banks

...neu in meinem CD-Regal....


PAUL BANKS - Banks


Irgendwie erschien mir meine Sammlung von INTERPOL noch lückenhaft, daher habe ich nun mal in diese Richtung investiert. Dazu zählen auch die Solo-Projekte von Frontmann Paul Banks, welcher schon im Jahre 2012 mit seinem Debüt um die Ecke kam. Das schlicht betitelte Werk namens 'Banks' kann man schon als eine eigenständige Produktion im Bezug auf die Band sehen. Natürlich ist der leicht quäkige Gesang von Herrn Banks prägend, was man schon beim Opener The Base feststellt. Die musikalische Umgebung zur Stimme jedoch ist sehr anders. Der Song weist moderne Beats an und erinnert mich leicht an die Sparte Nuu Rock. Insgesamt bleibt es ziemlich abwechslungsreich, mal etwas flotter und eingängig wie Over My Shoulder oder eine spacige Prise in mittlerem Tempo wie bei der ausgekoppelten Single Young Again. Auch mit ruhigeren Tönen verpackt wie in dem Lied Arise, Awake, was im zweiten Teil dann etwas experimenteller anmutet, kann der Sänger auf seinem Solo-Werk aufbieten. Mit Lisbon wurde überraschenderweise sogar ein beschwingter, instrumentaler Track auf das Album gepackt. Auch Another Chance weist keine Worte vom Sänger selber auf, lediglich ein Dialog gesprochen von Chris McHenry wurde hier etwas experimentierfreudig getrackt. Wer übrigens auch musikalisch etwas in diesem Solo-Werk sucht, was an INTERPOL erinnert, der erhält einen Hauch davon in dem ganz leicht melancholischen Paid For That, was am ehesten auf das Album 'Our Love To Admire' gepasst hätte. Mein Favorit erscheint allerdings erst ganz zum Schluss. Summertime Is Coming ist etwas beschwingt und verbreitet einen Hauch Frühling, der in Richtung Sommer wandert und steigert in den Refrains schließlich sich in eine Stille hinein, die unterstützt von einer Akustikgitarre die volle Stimmgewalt von Paul Banks aufleben lässt - ein sehr starker Track. 'Banks' ist somit ein wunderbares Album, die offen zu alternativer Musik stehen und trotzdem etwas vertrautes in dieser innehaben möchten. INTERPOL Fans, die etwas abseits der Band-Schiene lauschen wollen, werden hier ebenfalls bestens bedient!


Erscheinungsdatum: 23.10.2012
Format: CD (Digi-Pack) 
Label: Matador
Barcode: 744861097921

Tracklist:
  1. The Base
  2. Over My Shoulder
  3. Arise, Awake
  4. Young Again
  5. Lisbon
  6. I'll Sue You
  7. Paid For That
  8. Another Chance
  9. No Mistakes
  10. Summertime Is Coming

Young Again

Dienstag, 6. Februar 2018

Six Nations 2018 Week 1


1. Spieltag 2018



Wales - Schottland 34: 7 

Mit vielen Vorschuss-Lorbeeren gingen die Gäste in Cardiff gegen die Waliser in das Spiel und zeigten dies auch von Beginn an - bis in der 6. Minute ein langer Pass von #9 Ali Price von dem Waliser #9 Gareth Davies abgefangen wurde und der über 60 Meter unaufhaltsam in das Malfeld stürmte. #15 Leigh Halfpenny erhöhte zum 7: 0. Das Heimteam war nun beflügelt und drückte effektiv. Schnell gelang ihnen die Abwehr auseinander zu ziehen und nach Pässen quer über das Feld war es Halfpenny, der in der 13. Minute rechts Außen in das Malfeld tauchte. Er erhöhte auch zum 14: 0. Schottland brauchte ein wenig Zeit, um sich von diesen Schlägen zu erholen, aber drückte dann wieder. Dies war allerdings kräfteraubend und effektlos, so dass es mit diesem Spielstand in die Pause ging. In der zweiten Hälfte zeigte sich, dass die Waliser nun befreiter aufspielen konnten, während die Schotten mehr und mehr verkrampften. Dies hatte zu Folge, dass Kapitän #6 cv Barclay zweimal regelwidrig am offenen Gedränge agierte und Halfpenny dies zu Punkten aus Straftritten in der 44. wie 49. Minute nutzte. Danach setzte sich das Heimteam in der gegnerischen Hälfte fest und Halfpenny selber fand in der 61. Minute zum nächsten Versuch, den er selber auch erhöhte. Der Sieg war nun sicher, doch auch der Bonuspunkt für vier Versuche sollte her. In der 73. Minute war es soweit: ein schneller Konter über links außen und #11 xxx tauchte in das Malfeld. Halfpennys Erhöhung markierte das 34: 0. Ganz ohne Punkte wollten die schon geschlagenen Schotten aber nicht abreisen und so sprintete der eingewechselte #22 Peter Horne in der letzten Spielminute aus gut zehn Meter in das Malfeld. #10 Finn Russell erhöhte zum Endstand von 7:34. Eine Lehrstunde für die Schotten...




Frankreich - Irland 13:15

Wie schon in den letzten Jahren war die Partie zwischen Frankreich und Irland eine sehr kraft-aufwendige wie zähe Angelegenheit für alle Beteiligten. Beide Mannschaften waren um jeden Meter Raumgewinn bemüht, um diese dann durch kleine Fehler wieder zu verlieren. Die Gäste konnten zweimal das Abseitsspiel der Franzosen zu Straftritten nutzen, welche #10 Jonathan Sexton in der 3. wie 22. Minute zu Punkten nutzte. Erst fünf Minuten vor dem Ende kam das Heimteam durch einen Straftritt von #9 Maxime Machenaud auf die Anzeigetafel. Nach einem Vergehen im Gedränge konnte Sexton diesen aber noch eine Minute vor der Pause egalisieren. Mit dem 9: 3 gingen die Iren in den zweiten Spielabschnitt und ein weiterer Straftritt wegen Abseitsstellung nutzte der irische Kicker in der 48. Minute zum 12: 3. Die Franzosen agierten daraufhin etwas aggressiver und wurden in der 54. Minute mit einem Straftritt belohnt, den Machenaud solide verwandelte. Sexton blieb nicht fehlerfrei, er vergab neun Minuten später den nächsten Straftritt. Es blieb aber nicht bei dem Kicker-Festival, denn nach einem schnell ausgeführten Einwurf in der 72. Minute gelangte der Ball zu #11 Teddy Thomas, der über gut 30 Meter zwischen Freund und Feind hindurch sprintete und erst im Malfeld gestoppt wurde. Frisch eingewechselt war es nun an #22 Anthony Belleau per Erhöhung die Führung zu holen und er markierte das 13:12. Der junge Kicker hatte es zwei Minuten vor dem Ende auf dem Fuß, die Führung per Straftritt auszubauen, doch die Nerven zeigten sich bei dem machbaren Schuss und der Ball ging neben die Torstangen. So kam es, wie es kommen musste. Irland nutzte den nächsten Ballbesitz mit über vierzig Phasen, um Sexton in Position zu bringen. Dieser jagte schließlich in der 84. Minute den Ball per Drop Goal aus 40 Metern punktgenau zwischen die Stangen - Spiel aus und Irland siegt mit 15:13! 



Italien - England 15:46

Der Titelverteidiger aus England hatte zum Auftakt eine machbare Aufgabe, musste er doch nach Rom reisen und gegen die Italiener antreten. Und als #14 Anthony Watson schon in der 3. Minute den Ball in der rechten Ecke des Malfeldes ablegen konnte, schien dies bestätigt. #12 Owen Farrell konnte die schwere Erhöhung nicht verwandeln. Dies war allerdings nicht ganz so tragisch, denn nach einer Unterbrechung in der 11. Minute wegen einer starken Verletzung von #9 Ben Youngs waren die Gäste auf Zack und Watson fand sich an selber Stelle wieder im Malfeld wieder. Farrell zirkelte den Ball diesmal auf der anderen Seite der Torstangen vorbei. Die Italiener zeigten überraschend attraktiven Rugby und konnten durch #14 Tommaso Benvenuti in der 20. Minute einen Konter punktereich beenden, zumal #10 Tommaso Allen den Versuch erfolgreich zum 7:10 erhöhte. Die Engländer blieben jedoch unbeeindruckt, setzten das Heimteam mit schnellen Pässen unter Druck, bis Farrell selber eine Lücke sah und in das Malfeld rannte. Er erhöhte selber zum 17: 7. Immerhin konnte Allen in der letzten Minute vor der Pause per Straftritt noch auf 10:17 verkürzen. In der zweiten Hälfte punkteten die Engländer zuerst, nachdem die Italiener nicht im Gedränge stand hielten und Farrell den Straftritt verwandelte. In der 50. Minute kam dann die wohl spielentscheidende Szene: die Italiener arbeiteten sich zu einem Versuch, doch der letzte Pass war per Videobeweis einer nach Vorne, was verboten ist. England erhielt den Ball, arbeitete sich über das Feld und nach einer Gasse brach #8 Sam Simmonds durch die Abwehr und legte den vierten Versuch für die Gäste. Farrell erhöhte diesen nun auch. Zwar kamen die Italiener nochmal durch einen schön heraus gespielten Versuch durch #12 Mattia Bellini in der 58. Minute heran, allerdings vergab Allen die Erhöhung und fortan spielte hauptsächlich England. #10 George Ford belohnte seine starke Leistung in der 68. Minute mit einem Versuch, den Farrell ebenfalls zum 34:15 erhöhte. Die Gäste kamen sogar noch zweimal in das Malfeld; Simmonds legte in der 75. Minute seinen zweiten Versuch und drei Minuten vor dem Schlusspfiff war der eingewechselte #23 Jack Nowell Nutznieser des italienischen Einbruchs. Auch wenn Farrell nur einen dieser letzten beiden Versuche erhöhte; mit 46:15 zeigten die Engländer gegen wirklich gute Italiener an, dass es zum Titel der 'Six Nations' nur über sie geht!


Tabelle: 

1. England    (+31) 5
2. Wales      (+27) 5
3. Irland     (+ 2) 4
2. Frankreich (- 2) 1
3. Schottland (-27) 0
6. Italien    (-31) 0


Wales brachte Schottland mächtig zu Fall...
(photo:sixnations.com)