Sonntag, 19. Februar 2017

Edinburgh Rugby 2016/17 PRO12 Week 14



Hier präsentiere ich Woche für Woche einen ausführlicheren Spielbericht des Rugbyteams Edinburgh. Dazu die weiteren Ergebnisse des Spieltages und natürlich die aktuelle Tabelle ...



Ulster Rugby - Edinburgh Rugby 24:18

Edinburgh ging sehr engagiert in die Begegnung gegen das irische Team Ulster Rugby. Schon den ersten Ballbesitz konnten sie verwerten, nachdem sie über mehrere Phasen schließlich nach links außen spielten, wo sich #8 Magnus Bradbury auch von zwei Gegnern nicht vom Legen des Versuchs abhalten ließ. #10 Jason Toveys Erhöhung von Außen geriet allerdings zu kurz. Ulster kam nur langsam, aber immer besser ins Spiel und spielten dann sehr offensiv. So konnten das Heimteam nach vielen Attacken in der zehnten Minute ihren ersten Versuch legen. #9 Paul Marshall nutzte eine große Lücke in der Feldmitte und #10 Peter Nelson erhöhte zur 7: 5 Führung. Im Anschluss waren die Iren gute zwanzig Minuten nur noch im Angriff, während Edinburgh abwehrte, was nur ging. Allerdings konnten sie den Druck nicht immer standhalten und nach mehreren Phasen war es #13 Darren Cave, der links außen in das Malfeld tauchen konnte. Nelsons Erhöhung ging allerdings daneben. In der 27. Minute brach #11 Charles Piutau durch die Abwehrreihen, machte viele Meter und passte schließlich auf den mitlaufenden #15 Luis Ludik, der ein leichtes hatte, den Ball ins Malfeld zu befördern. Auch diese Erhöhung von Außen ging neben die Stangen, doch führten die Heimmannschaft nun 17: 5. Und nur sechs Minuten folgte der nächste Schlag, als Ulster auf der rechten Seite ein Überzahlspiel schuf und schlussendlich #14 Jacob Stockdale mit seiner Geschwindigkeit nicht mehr aufgehalten werden konnte. Nelson zirkelte den Ball diesmal zwischen die Stangen und es stand 24: 5. Noch vor der Pause wollte die Gäste zumindest den Anschluss erzielen, was auch gelang, als sie nach einer Gasse den Ball schnell passten und #2 Stuart McInally sich in das Malfeld drückte. Leider ging die Erhöhung daneben und so ging Edinburgh mit 10:24 in die Pause. In der zweiten Hälfte hatten die Schotten dann tatsächlich auch mehr vom Spiel. Es dauerte aber bis zur 58. Minute, dass sich dies auszahlte. Mit schnellen Pässen war #14 Damien Hoyland plötzlich außen ganz frei und sprintete ins Malfeld. Der eingewechselte #21 Sam Hidalgo-Clyne konnte die Erhöhung allerdings auch nicht verwandeln. Es gelang ihm aber ein Straftritt in der 65. Minute zum 18:24. Ulster verteidigte nur noch, dies aber so geschickt, dass Edinburgh nicht weiter heran kam. Es blieb bei diesem Spielstand, der die Gäste mit einer Niederlage heimwärts schickte...

Auch Blair Kinghorn konnte die Iren in der ersten Hälfte nicht stoppen...
(photo: ©rte.ie)

Die weiteren Ergebnisse des Spieltages:

Glasgow Warriors - Scarlets            14:26 
Munnster Rugby - Newport Gwent Dragons 45:17  
Zebre - Ospreys                        10:40
Cardiff Blues - Connacht Rugby         13:19
Benetton Treviso - Leinster Rugby      14:40


Tabelle:
      Team                                       Spiele Siege Unent. Niederl. Differenz   Punkte
 1. Munster Rugby          14  12   0   2    +178   55
 2. Ospreys                14  11   0   3    +220   54
 3. Leinster Rugby         14  11   0   3    +174   51
 4. Scarlets               14  10   0   4    + 58   44
 5. Glasgow Warriors       14   8   0   6    + 48   41
 6. Ulster Rugby           13   8   0   5    + 50   38
 7. Cardiff Blues          14   6   0   8    - 43   28
 8. Connacht Rugby         13   5   0   8    - 75   25
 9. Edinburgh Rugby        14   4   0  10    - 39   20
10. Newport Gwent Dragons  14   4   0  10    - 98   19
11. Benetton Treviso       14   2   0  12    -245   11
12. Zebre                  12   1   0  11    -245    9

Donnerstag, 9. Februar 2017

BROTHERHOOD - Turn The Gold To Chrome

...neu im CD-Regal....


BROTHERHOOD - Turn The Gold To Chrome


"Hier hat aber jemand jede Menge THE SISTERS OF MERCY gehört!" dachte ich nach der ersten Rotation des Albums in meinem Player. Denn die Band BROTHERHOOD macht ganz eindeutig klassischen Gothic-Rock a la U.K. Aber halt - Überraschung, Überraschung: das Duo, welches den Kern der Band bildet, stammt aus Schweden! Jedoch schon der erste Track End Of Time lässt an genannte Briten denken, hier wird ein melodiöser, aber dunkler Rock vorgetragen, dessen Gesang von Sänger Mike Lönngren doch sehr an Andrew Eltrich erinnert. Auch Tracks wie Lost oder So Many Stars, bei dem man ja geradezu meint, auf der 'Reptile House E.P.' gelandet zu sein, lassen diesen Gedanken nicht von sich weisen. Allerdings mühen sich die beiden Musiker um eigene Merkmale in ihrem Sound und gehen oftmals sehr melodie-orientiert zu Werke. Eingängiges Shalala-lala lässt den Hörer bei Abigail schnell mitsummen und verstärkte Keyboards wie Samples machen den Song Shame zu einem Tanzflächen-Knaller. Erwähnen möchte ich auch noch das fast schon lieblich zu nennende Sleepwalking, welches mit den ersten Tönen wahnsinnig wohlfühlend an den Knaller Atmosphere von JOY DIVISION erinnern lässt. Die Schweden können ihre Vorlieben wahrlich nicht verleugnen. Sehr eigenen Gothic-Rock dürfen BROTHERHOOD aber auf jeden Fall Over And Over nennen, ein tolles Produkt für schwarz-liebende Ohren. Mit einem recht ruhigen Question And Answers endet ein kurzweiliges Musikvergnügen, welches uns mahnt weiter nach Outputs der Band offen zu halten. Es lohnt sich mit Sicherheit!

Erscheinungsdatum: 01.03.2012
Format: CD
Label: GothicMusicRecords
Barcode: 7340065006313

Tracklist:
  1. End Of Time
  2. Abigail
  3. Heroine
  4. Lost
  5. So Many Stars
  6. Sleepwalking
  7. Over And Over
  8. Shame
  9. Question And Answers
It's A SHAME

Super Bowl LI

Das Ergebnis des NFL -Super Bowl LI




Atlanta Falcons-New England Patriots 28:34 OT

Den 51. Super Bowl wird man aufgrund seiner Dramatik wohl nicht so schnell vergessen! Dabei sah dies zur Halbzeit noch ganz anders aus. Die beiden Kontrahenten der Atlanta Falcons und der New England Patriots waren sehr unterschiedlich in das Spiel gestartet. Lief es für den vierfachen Super Bowl Sieger um Quarterback Tom Brady von Beginn an gar nicht rund und wurde dieser direkt zweimal zu Boden gebracht, erzielten die Falcons immerhin einige Yards. Anfang des zweiten Quarters verlor dann Running Back LeGarrette Blount den Ball und Quarterback Matt Ryan nutzte diese Gelegenheit. Er marschierte mit seiner Offense bis in die Redzone und Running Back Devonta Freeman erledigte die letzten fünf Yard zum ersten Touchdown. Ryan kam immer besser in Fahrt und fand immer wieder seinen Wide Receiver Julio Jones in kniffeligen Situationen. Der Quarterback warf schließlich über 19 Yard auf seinen Tight End Austin Hooper zum 14: 0. New England musste nun antworten und Brady trieb seine Mannen über das Feld. Angekommen an der generischen 23-Yard-Linie wagte er einen Pass zum First Down. Doch Cornerback Robert Alford roch den Braten, fing den Ball ab und brachte ihn über 82 Yard in die Endzone der Patriots - 21: 0. Der Schock war in den Gesichter des AFC-Vertreters abzulesen. Allerdings erarbeiteten sie in den verbleibenden zweieinhalb Minuten immerhin einen erneuten Drive tief in das Feld der Falcons und Kicker Steven Gostkowski brachte noch soeben vor der Halbzeit aus 41 Yard die ersten Punkte per Field Goal auf die Anzeigetafel. Nach der Pause kam Atlanta wieder als Erstes in den Rhythmus und Ryan bediente seine Passempfänger vorbildlich. Mit einem kurzen Wurf zu seinem Running Back Tevin Coleman überbrückte dieser die verbleibenden sechs Yards zum 28: 3. Damit schien das 51. Finale unter dem Super Bowl Banner entschieden. Schwer zu sagen, ob sich das in den Köpfen der Falcons setzte, denn es war noch nicht so weit. Der Angriff um Brady überbrückte in einem langen Drive das Feld und der Quarterback fand schließlich über die verbleibenden fünf Yard Running Back James White in der Endzone. Allerdings schien das Glück noch nicht auf der Seite der Patriots, der Extrapunkt von Gostkowski ging an den rechten Pfosten. Somit stand es 9:28. Trotz zwei weiterer Sacks an Brady ließ der sich nicht aufhalten und brachte seinen Kicker Anfangs des vierten Quarters in Position. Gostkowski erzielte aus 33 Yard das 12:28. Atlanta hätte mit weiteren Punkten das Spiel endgültig entscheiden können, doch stattdessen wurde Ryan von Linebacker Dont'a Hightower gesackt, verlor dabei den Ball und der Angriff der Patriots kam wieder auf das Feld. Diese Chance nutzte dieser auch, Brady fand Wide Receiver Danny Amendola über sechs Yards zum Touchdown. White pumpte sich zu zwei Extrapunkten und es stand 20:28. Mit nur noch kappen sechs Minuten zu spielen wollten die Falcons endlich nochmal etwas dagegensetzen. Allerdings wurde Ryan erneut zu Fall gebracht und die Patriots bekamen nach einem Punt abermals den Ball. Brady feuerte die Bälle wie eine Kanone und Wide Receiver Julian Edelman fing einen unglaublichen Pass nur einen Zentimeter über dem Boden. Dermaßen aufgepusht kam New England mit unter einer Minute kurz vor die Endzone und White vollstreckte zum Touchdown. Das Glück war nun vollends auf der Seite der Patriots und Brady fand Amendola für zwei weitere Punkte zum 28:28 Ausgleich! Es ging in die Verlängerung. Nun lief alles für die Patriots: sie gewannen den Münzwurf, marschierten über das Feld und White drückte sich schließlich aus zwei Yard in die Endzone. New England dreht einen 25-Punkte-Rückstand und feiert einen erneuten Super Bowl Sieg!

Gab alles für den Sieg im 51. Super Bowls:
Tom Brady
(photo: si.com)

Montag, 6. Februar 2017

Blade Runner - Philip K. Dick

Rezension zu 'Blade Runner' von Philip K. Dick



Erscheinungsjahr: 2014 (Originalausgabe: 1968)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 224
Verlag: Fischer
ISBN-13: 978-3-596-90559-1
Preis: 9,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
In einer post-nuklear verseuchten Welt schlägt sich Rick Deckard als Prämienjäger der Polizei von San Francisco durch das Leben. Als sein erfahrener Kollege Dave Holden von einem Androiden außer Gefecht gesetzt wird, sieht der 'Blade Runner' eine Chance, richtig gutes Geld zu verdienen. Allerdings sind die neuen Androiden Modelle Nexus-6 von dem Rosen-Konzern sehr schwer von gewöhnlichen Menschen zu unterscheiden, was seinem Kollegen ja fast das Leben gekostet hätte. Gewissenhaft macht er sich an die Arbeit und glaubt nach der Eliminierung des erste Nexus-6 Androiden auf dem richtigen Weg, als Richard ein ihm völlig unbekanntes Polizei-Department in die Quere kommt, die den Prämienjäger selber als Androiden verdächtigen! Die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen scheinen nur noch minimal und dementsprechend tödlich...

KOMMENTAR:
Ich glaube, 'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?' ist eine wunderbare Einstiegs-Lektüre in die phantastische Welt des 1982 verstorbenen amerikanischen Autors Philip K. Dick! Was dieser Roman mit des hier zu bewertenden Romans zu tun hat? Nun, dies war der Originaltitel der ersten deutschsprachigen Veröffentlichung, bevor der Roman durch den erfolgreichen Film 'Blade Runner' in den folgenden Auflagen umbenannt wurde. Dick schafft es auf wenigen Seiten eine düstere Zukunft unserer Welt zu skizzieren, die den Leser fesselt, betrübt und zugleich beängstigend fasziniert. Die nicht gerade positiv wirkende Hauptcharaktere Rick Deckard wirkt trotz allem sofort sympathisch und seine ihn an den Rande der Verzweiflung bringende Aufgaben als Prämienjäger nehmen einem beim Lesen mit. Diese Vision des Autors über die kommenden Tage unserer Welt ist eine Gewagte, jedoch keinesfalls von der Hand zu weisende. Dass wir einmal anhand eines Haustiers den Stellenwert in der Gesellschaft verdeutlichen klingt genauso abgedreht wie auch realitätsnah. 'Blade Runner' hat den Hauch einer dunklen Dystopie, welche auf knapp 220 Seiten intensiv von Dick ausgelebt wurde. Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen für Freunde der bodenständigen Science-Fiction. Dieses Buch kann man immer wieder mal Lesen!
9,1 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN:
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Sonntag, 5. Februar 2017

Six Nations 2017 Week 1


1. Spieltag 2017



Schottland - Irland 27:22 

Irland hatte nach dem Sieg gegen die 'All Blacks' im Herbst ein erklärtes Ziel: sie wollten sich den Titel des diesjährigen Six-Nations-Turnier holen. Allerdings spielten die heimischen Schotten im Auftaktspiel eher so, als wäre dies ihr erklärtes Ziel. Sie agierten viel offensiver und verteidigten mit aller Härte. So war es keine Überraschung, dass diese auch in der 9. Minute nach schnellen Pässen auf die rechte Außenseite #15 Stuart Hogg den Ball aufnehmen und in das Malfeld sprinten ließ. #9 Greig Laidlaw erhöhte zum 7: 0. Die beiden Spieler waren auch in der 21. Minute für die nächsten Punkte im Murrayfield Stadium verantwortlich, als Schottland einen schnellen Konter über die linke Seite startete, Hogg mit einem angetäuschten Pass seine Gegner aussteigen ließ und erneut das Malfeld fand. Zum erstaunen aller führten die Schotten nach Laidlaws Erhöhung 14: 0. Nun wurden die Iren ebenfalls offensiv aktiver und ein weiter Pass nach links Außen innerhalb der gegnerischen 22, welche fast noch abgefangen wurde, fand #14 Keith Earls, der in der 26. Minute zum Versuch tauchte. Die Erhöhung von #10 Paddy Jackson misslang allerdings. Schottland antwortete jedoch schnell; eine Gasse in der gegnerischen 22 warf #16 Ross Ford kurz auf #12 Alex Dunbar und der nutzen den Überraschungseffekt und tauchte in das Malfeld. Nach Laidlaws Erhöhung führte Schottland 21: 5. In der 34. Minute nahmen die Iren wenigsten noch die Punkte eines Straftritts mit, den Jackson zwischen die Stangen kickte. Schottland war Sekunden vor dem Pausenpfiff nahe am vierten Versuch, was ihnen einen Bonuspunkt eingebracht hätte, wird das Turnier doch dieses Jahr erstmalig nach dem internationalen Punktemodus ausgespielt. Die Iren verhinderten dies aber und gingen mit dem 8:21 in die Halbzeit. Umgedrehtes Spiel dann im zweiten Abschnitt. Die Iren attackierten so, wie man es von Beginn an erwartet hatte. Sie nagelten das Heimteam in der eigenen 22 fest und so gelang ihnen nach endlos scheinenden Phasen der Versuch, als #4 Ian Henderson aus einem Meter den Ball über die Linie drückte. Jackson brachte seine Farben auf 15:21 heran. Und so spielten die Iren weiter, bis sie in der 62. Minute wiederum erfolgreich waren. #9 Conor Murray fand mit seinem Pass Jackson genau in einer Lücke und dieser kämpfte sich über die letzten Meter zum Versuch, den er selber erhöhte und mit dem 22:21 die erstmalige Führung für die Gäste erzielte. Nun endlich kamen aber auch die Schotten aus der gegnerischen Umklammerung heraus. Nach einem Stören im offenen Gedränge bekamen die Schotten einen Straftritt zugesprochen und Laidlaw holte mit dem 24:22 die Punkte zurück. Das Selbstvertrauen war nun wieder da und die Schotten attackierten kontrolliert weiter. Irland konnte nur mit einer weiteren Strafe im offenen Gedränge dagegen halten und Laidlaw fixierte in der auslaufenden Spielzeit das 27:22 und den ersten Sieg für die Schotten in einem Eröffnungsspiel seit zehn Jahren!




England - Frankreich 19:16

Eine zerfahrene Partie boten die Engländer gegen die Gäste aus Frankreich im Twickenham Stadium. Sehr viele Fehler und Unterbrechungen zerstörten oftmals den Spielfluss. Die Franzosen machten dabei gerade in der ersten Hälfte einen besseren Eindruck, konnten aber ihre Chancen nicht optimal verwerten. Immerhin verwandelte #10 Camille Lopez in der 7. Minute einen Straftritt, welchen #10 Owen Farrell allerdings nur drei Minuten später egalisierte. Ein großer Vorteil ergab sich durch das gefährliche Tackling von #14 Jonny May in der 13. Minute, der daraufhin die gelbe Karte sah und sich für zehn Minuten auf die Bank begeben musste. In dieser Zeit addierte Lopez zwei weitere Straftritte zum 9: 3. Kaum wieder komplett verkürzte Farrell auf 6: 9 und ein langer Straftritt von #11 Elliot Daly glich zwei Minuten vor der Pause den Spielstand aus. Frankreich hätte mit einer Führung in die Halbzeit gehen können, doch der Straftritt wegen Abseitsspiels konnte von Lopez nicht zwischen die Stangen getreten werden. Verbissen ging es auch in den zweiten 40 Minuten weiter. Farrell konnte in der 55. Minute die erstmalige Führung für die Engländer holen, welche zu dem Zeitpunkt ein wenig besser spielten. Frankreich schlug aber ganz überraschend und eindrucksvoll zurück. Nach guter Vorarbeit brach in der 60. Minute plötzlich der eingewechselte #18 Rabah Slimani durch und legte den ersten Versuch des Spiels. Lopez erhöhte zum 16:12. England benötigte einige Minuten, um diesen Schlag zu verdauen, fand aber in der 71. Minute, nachdem sie endlich mal einige Phasen hintereinander bringen konnten ebenfalls ihren eingewechselten #22 Ben Te'o, der im richtigen Winkel zu den Gegnern lief und nach dem Passempfang ungehindert das Malfeld fand. Farrell markierte das 19:16 und die Engländer hielten diesen Spielstand bis zum Abpfiff. Mit viel Glück konnte so die Titelverteidigung gestartet werden... 



Italien - Wales  7:33

Wie stark sind die Waliser in diesem Jahr, war nach den vielen verletzungsbedingten Ausfällen eine der großen Fragen vor dem Turnier. Die in Rot spielenden Briten kamen gegen die Italiener gut zurecht und schon in der 4. Minute hatten sie eine Chance auf die ersten Punkte, doch #15 Leigh Halfpenny verschoss den Kick. Der immense Druck der Gäste verpuffte im Laufe der ersten Hälfte immer mehr, besonders nachdem die Waliser statt Straftritten immer wieder zur Gasse gingen, um einen Versuch zu erarbeiten, was allerdings misslang und Italien kam im Stadio Olimpico immer besser zurecht. Immer weiter arbeiteten sie sich in die gegnerische Hälfte, bis sie schließlich vor dem Malfeld gelangten. Mit kräftigen Attacken war es schließlich #9 Edoardo Gori unter die Malstangen tauchte. #10 Carlo Canna erhöhte den Versuch in der 30. Minute zum 7: 0. Wales mühte sich, um wieder in das Spiel zu finden und nachdem ein Spieler sich nach dem Tackling nicht entfernte, erhielt Halfpenny seine zweite Chance, die er drei Minuten vor der Pause zum Halbzeitstand von 3: 7 nutzte. Und der Kicker machte dort in der zweiten Hälfte weiter. In der 47. Minute drückte er den ersten Kick durch die Stangen und ein weiterer folgte nach gefährlichem Tackling fünf Minuten später zur erstmaligen Führung der Waliser. Italien konnte kaum noch Paroli bieten und nur vier Minuten später baute Halfpenny nach Abseitsspiel auf 12: 7 aus. Als es in der 60. Minute wegen regelwidrigem Spiel im Gedränge eine gelbe Karte gegen #1 Andrea Lovotti gab, war es um die Südeuropäer geschehen. Nur eine Minute später legte #13 Jonathan Davies den Versuch, als die Waliser den Ball nach rechts Außen passten und er dann freie Bahn hatte. Ähnlich war der Versuch von #11 Liam Williams, der sechs Minuten später folgte. Halfpenny erhöhte beide Versuche zum 26: 7. Italien wollte es gegen Ende des Spiels nochmal wissen, doch ein schlechter Kick wurde von den Walisern schnell nach rechts Außen gepasst, wo der eigentlich angeschlagene #14 George North stand und dieser trotz allem über gute 70 Meter nochmal den Turbo zündete und den letzten Versuch des Spiels legte. Halfpenny fixierte den Endstand von 33: 7. Kein Bonuspunkt für beide Teams, doch Wales übernimmt erstmal die Tabellenspitze...


Tabelle: 

1. Wales      (+26) 4
2. Schottland (+ 5) 4
3. England    (+ 3) 4
2. Frankreich (- 3) 1
3. Irland     (- 5) 1
6. Italien    (-26) 0



Stewart Hogg schlug zweimal in dem Malfeld der Iren ein...
(photo:scottishrugby.org)

PINK TURNS BLUE - The Aerdt: Untold Stories

...neu im CD-Regal....


PINK TURNS BLUE - The Aerdt: Untold Stories


Wie aus dem Nichts erschien die Info: PINK TURNS BLUE bringen 2016 ein neues Album auf den Markt. Es war nach der Re-Union im Jahre 2004 und den darauffolgenden tollen Alben wieder etwas ruhig um die deutsche Band geworden. Mit 'The Aerdt: Untold Stories' sollte ein neues, grundsätzlich bodenständiges Kapitel aufgeschlagen werden. Nun, besser kann man es auch gar nicht zusammenfassen, denn schon die Vorab-Single Dirt zeigte den Weg an: schlichte, auf den Punkt gebrachte Songs ohne viel Brimborium. Selbst die Synthies wurden spärlich eingesetzt, was diesem Track einiges an Tiefe nimmt. Und dies findet sich auf dem Album bei mehreren Songs wieder. Reduziert auf ein Trio um Mastermind und Gitarrist Mic Jogwer haben Lieder wie Something Deep Inside oder Roads einen einfach gestrickten Indie-Rock-Flair, den man schon auf Alben wie 'Sonic Dust' in den frühen Neunzigern vernehmen konnte. Das kritische NYC Breakdown geht mit seinem drückenden Sound sogar in typische Alternative-Rock Gefilde. Dies ist alles wirklich nett, allerdings verstehe ich schon, dass Alt-Fans etwas vermissen werden. Ich möchte es mal die Melancholie und Schwermut der Alben 'Meta' oder 'Eremite' nennen, welche man vielleicht ansatzweise in dem Track Here Is To You My Love erkennen kann. Solche Songs packen den Hörer und sind im übrigen Live eine Gefühls-Offenbarung! Give Me Your Beauty und Tomorrow Never Comes wird gewiss Liebhaber des Debüt-Albums von PINK TURNS BLUE erfreuen, durch welches sie mit ihrem ungeschliffenen, kühlen wie melancholischen Dark-Rock die Musikbühne betraten. Auffallend ist noch das mit Klaviertönen startende und immer dynamisch werdende I Believed zu nennen und The Clown gefiel mir aufgrund seiner ungewohnten Leichtigkeit und Spontanität von Beginn an. 'The Aerdt: Untold Stories' ist ein Album, dem man Zeit geben muss! Grundsätzlich sollte man froh sein, dass PINK TURNS BLUE immer noch aktiv ist und sie noch gute Songs produzieren können - das erfreut doch ein jedes Musikherz...               

Erscheinungsdatum: 01.04.2016
Format: CD
Label: Orden
Barcode: 54872343135338

Tracklist:
  1. Something Deep Inside
  2. Dirt
  3. Give Me Your Beauty
  4. The Clown
  5. Here Is To You My Love
  6. Tomorrow Never Comes
  7. NYC Breakdown
  8. Roads
  9. I Believed
  10. Devil
Tomorrow Never Comes

Samstag, 4. Februar 2017

Edinburgh Rugby 2016/17 PRO12 Week 13



Hier präsentiere ich Woche für Woche einen ausführlicheren Spielbericht des Rugbyteams Edinburgh. Dazu die weiteren Ergebnisse des Spieltages und natürlich die aktuelle Tabelle ...




Edinburgh Rugby - Munster Rugby  9:10

Da Munster Rugby an dem 13. Spieltag ihr Nachholspiel des 'Champions Cup' gelegt hatte, wurde die Partie vom ersten Wochenende im Januar auf das erste Wochenende im Februar gelegt. Somit wurde dies die erste Partie innerhalb der PRO12 Saison 2016/17 nach dem Umzug von Edinburgh Rugby zu der Spielstätte Myreside. Mit Munster Rugby kam zwar eines der heißesten Teams in Europa nach Schottland, doch aufgrund des anstehenden 'Six Nation Turniers' waren viele Stammspieler dem Nationalteam verpflichtet. So konnte nach den ersten Findungs-Minuten das Heimteam in der 8. Minute die ersten Punkte erzielen, als #10 Jason Tovey nach einem von den Gästen gedrehten Gedränge den Straftritt verwandelte. Munster fand sich aber immer besser und in der 16. Minute zahlte sich der Druck aus. Durch schnelle Pässe war schließlich eine Lücke vor der Mallinie, welche #11 Ronan O'Mahoney zum Versuch nutzte. #10 Tyler Bleyendaal erhöhte zum 7: 3. Das Manko der elf Auswechselungen nach dem letzten Spiel waren die kleinen Fehler, welche die Iren selber schädigten. In der 25. Minute kam dann der größte Patzer von #9 Duncan Williams, als er sein Bein in das offene Gedränge hielt und so den Spielfluss hinderte. Das Ergebnis war eine gelbe Karte und ein weiterer Straftritt, welchen Tovey ebenfalls verwandelte. Mit Ende des zehnminütigen Unterzahlspiel erhöhte Tovey nach einem erneuten gedrehten Gedränge den Spielstand auf 9: 7, was auch der Halbzeitstand blieb, da die Abwehr der Schotten die letzte Offensive der Gäste vor der Pause vor dem Malfeld stoppen konnten. In den ersten zwanzig Minuten hatte Munster zwar viel mehr Ballbesitz als Edinburgh, konnten dies aber nicht zu zählbarem nutzen. Erst in der 67. Minute, als Tovey in der eigenen 22 sich nach dem Tackling nicht vom Gegner löste, konnte Bleyendaal per Straftritt die Führung zurückholen. Im Anschluss versuchten die Gäste, die Uhr zu kontrollieren und drückten per Kicking Game die Gegner tief in ihre eigene Hälfte. Edinburgh wühlte sich erschwert durch den einsetzenden Nieselregen Stück für Stück nach vorne und konnte vier Minuten in der Nachspielzeit einen Straftritt ergattern. Dieser war jedoch gut einen Meter hinter der Mittellinie. #15 Blair Kinghorn wagte den langen Schuss - doch der geriet zu kurz und Munster konnte mit einem knappen 10: 9 Sieg nach Hause fahren...

Wie hier Ben Toolis kämpfte Edinburgh Rugby um jeden Meter...
(photo: ©edinburghrugby.org)

Die weiteren Ergebnisse des Spieltages:

Newport Gwent Dragons - Benetton Treviso 26: 8 
Leinster Rugby - Zebre                   70: 6  
Scarlets - Ulster Rugby                  16:13
Ospreys - Connacht Rugby                 29: 7
Glasgow Warriors - Cardiff Blues         29:15


Tabelle:
      Team                                       Spiele Siege Unent. Niederl. Differenz   Punkte
 1. Munster Rugby          13  11   0   2    +150   50
 2. Ospreys                13  10   0   3    +190   49
 3. Leinster Rugby         13  10   0   3    +148   46
 4. Glasgow Warriors       13   8   0   5    + 60   41
 5. Scarlets               13   9   0   4    + 46   40
 6. Ulster Rugby           12   7   0   5    + 44   33
 7. Cardiff Blues          13   6   0   7    - 37   27
 8. Connacht Rugby         12   4   0   8    - 81   21
 9. Edinburgh Rugby        13   4   0   9    - 33   19
10. Newport Gwent Dragons  13   4   0   9    - 70   19
11. Benetton Treviso       13   2   0  11    -219   11
12. Zebre                  11   1   0  10    -215    9