Freitag, 26. August 2016

BAT NOUVEAU - Metamorphoses

...neu in meinem CD-Regal....


BAT NOUVEAU - Metamorphoses


Meine Güte, hier hat aber jemand eine Menge Scheiben aus den Achtzigern gehört - und das im sonnigen Australien. Die Rede ist von Todd Manion und Alex Palmer, den Mitgliedern der Band BAT NOUVEAU, die mit ihrem Debüt 'Metamorphoses' im Jahre 2014 direkt aufzeigten, was ihre musikalischen Vorlieben sind. Dazu gehört ganz gewiss das komplette Progamm von Death Rock über Batcave bis zum reinen Gothic Rock ala CHRISTIAN DEATH, ALIEN SEX FIEND und Co. Schon mit dem treibenden Opener The Cry zeigen die beiden Jungs, dass dieser Sound ihnen im Blut liegt. Immerhin fungierten sie längere Zeit unter dem Namen 13 BATS und haben an manchem Lied immer wieder nachgearbeitet. Auch das nachfolgende Portent zeugt von einem flotten Song, der gut und gerne dem Post Punk zugeordnet werden kann. Rotzig, schrägen Death Rock bietet BAT NOUVEAU mit den Liedern Dust oder Hung High und ich muss zugeben, dass ich lange keinen überzeugend, also wirklich überzeugend mitreißenden Song aus dieser Richtung in der Neuzeit gehört habe wie das verdrehte Wreckage. Und der Track Slowburn würde auf jedem Album von KILLING JOKE eine gute Figur machen. Sehr überrascht zog ich allerdings dann ab dem Song Ghosteps die Augenbrauen hoch: hier bietet das Duo plötzlich lupenreinen Wave-Rock; Funeral Eyes könnte glatt ein dunkler Song von THE CHAMELEONS sein! Brillant - die Burschen packen alles unter einen Hut. Das ist aber auch die einzige Schwäche, die man den Australiern vorhalten könnte: sie sind noch ein wenig im Selbstfindungs-Prozess. Wenn allerdings am Ende weitere Lieder wie mein Favorit Our Black Day heraus kommen, welche all die Musikleidenschaft von BAT NOUVEAU vereint, dann gerne immer weiter so!

Erscheinungsdatum: 19.11.2014
Format: CD 
Label: Hands And Moment
Barcode: 4580261951137

Tracklist:
  1. The Cry
  2. Portent
  3. Lillies II
  4. Dust 
  5. Hung High
  6. Slowburn
  7. Wreckage
  8. Ghosteps
  9. Funeral Eyes
  10. Death Mask
  11. Our Black Day

Überraschend ruhig zeigt sich BAT NOUVEAU hier...


Samstag, 20. August 2016

The Rugby Championship 2016 - Runde 1



1. Spieltag 2016



Australien - Neuseeland  8:42

Zum Auftakt des diesjährigen 'The Rugby Championship' Turniers gab es direkt eine Hammer-Begegnung: in Sydney trafen mit dem Heimteam der Titelverteidiger auf den Weltmeister. Dieser wollten sich natürlich auch diesen Turniertitel wieder zurückholen, hatte Neuseeland seit der Aufnahme von Argentinien in 2012 doch jedes Mal dieses Turnier der südlichen Hemisphäre gewinnen können - bis eben auf die wegen des World Cups verkürzte Ausgabe im letzten Jahr. Die Australier hingegen hatten das Endspiel des Worldcups gegen die Gäste verloren. Nach Abseits-Spiel gingen die 'Wallabies' in der 4. Minute durch einen Straftritt von #10 Bernard Foley in Führung. Doch die Gäste konterten, wie man es von ihnen kennt: durch schnelle Pässe über die rechte Seite machten die 'All Blacks' nicht nur Meter, #12 Ryan Crotty konnte an der Seitenlinie entlang durchmarschieren und den Ball nur zwei Minuten später zum Versuch legen. #10 Beauden Barrett erhöhte zum 7: 3. Und nun spielten nur noch die Gäste. Immer wieder fanden sie auf der rechten Seite Platz für Vorstöße. War der der Fehlschuss in der 12. Minute sowie die gelungenen Kicks in der 17. wie 23. Minute nach zwei vorangeganenen nicht gegebenen Versuchen wie eine Vorwarnung, klappte es drei Minuten später mit der vollen Punkteausbeute, als Neuseeland abermals über die rechte Seite Meter machten, das Spiel dann nach links verlegte und Barrett schließlich eine Lücke in der überforderten Abwehr zum 18: 3 fand. Er erhöhte seinen Versuch erfolgreich. Australien war zu diesem Zeitpunkt komplett aus dem Spiel und fiel nur durch Strafen und Verletzungen auf. Als Foley unter Druck den Ball in der 32. Minute wegschießen wollte, blockte #6 Ben McCalmaan den Kick, nahm den Ball auf und legte den dritten Versuch für seine Farben. Diesmal misslang die Erhöhung von Barrett, doch der machte in der letzten Minute vor der Pause dies mit einem tollen Pass nach einem Konter auf #11 Waisake Naholo, welche zum nächsten Versuch stürmte, wieder gut. Und die Erhöhung zu diesem vierten Versuch verwandelte er zum Halbzeitstand von 32: 3. Das Spiel war nahezu entschieden. Als Zuschauer glaubte man, die 'All Blacks' wollten sich hart dafür rächen, dass sie in der Nacht zuvor wohl im Hotel abgehört wurden. Solche hinterhältigen Taktiken bringen allerdings nichts gegen den Weltmeister. Dieser wechselte in der zweiten Hälfte dann fleißig ein und begnügte sich mit zwei weiteren Versuchen von den Ersatzspielern #16 Dan Cole in der 56. und #23 Julien Savea in der 59. Minute. Barrett konnte die zwei Versuche zwar nicht erhöhen, aber das tat dem Kantersieg keinen Abbruch, wie auch der Versuch von #21 Nick Phipps fünf Minuten vor dem Ende, als die 'All Blacks' nur kurz zuvor wegen gelber Karte an Kapitän #8 Kieran Read in Unterzahl waren. Mit 42: 8 zeigten die Neuseeländer deutlich auf, dass der Titel des Turniers nur über sie geht!





Südafrika - Argentinien 30:23

Die Dritt- und Viertplatzierten im letztjährigen Word Cup trafen in Nelspruit aufeinander und wollten natürlich jeweils auf die beiden aktuell stärksten Mannschaften in der Rugby Union aufschließen. Dazu musste natürlich ein Sieg her. Südafrika kam ein wenig besser in das Spiel und #10 Elton Jantjies hätte in der 6. Minute den Straftritt die Führung holen können, doch verzog den Kick. Allerdings nutzte das Heimteam den anschließenden Ballbesitz zu einem schnellen Angriff, den #14 Ruan Combrick zum Versuch legte. Jantjies erhöhte auf 7: 0. Die Gäste erarbeiteten sich in der Folgezeit harte Meter und bekamen wegen Abseits einen Straftritt zugesprochen, den #10 Nicolas Sanchez zum 3: 7 Anschluss nutzte. Auch wenn Jantjies zwei Minuten später wegen eines gefährlichen Tacklings einen Straftritt zugesprochen bekam und diesen verwandelte und in der 22. Minute der Argentinier #2 Agustin Creevy wegen demselben Vergehen für zehn Minuten vom Feld musste, wurden die 'Pumas' immer selbstsicherer. So spielten sie in Unterzahl ihren besten Rugby, erarbeiteten zuerst einen Straftritt zum 6:10 und konterten nur eine Minute später so schnell, dass #13 Matias Orlando ungehindert den Versuch legen konnte. Sanchez erhöhte zum 13:10. Südafrika tat sich gegen Ende der Halbzeit schwer und so gelang ein weiter Straftritt ausgeführt von #15 Johan Goosen nicht; ein Versuch konnte nicht gegeben werden, weil #13 Lionel Mapoe den Ball in dem Malfeld fallen lies und Jantjies verzog in der letzten Minute vor der Pause einen weiteren Straftritt. Die Argentinier gingen mit der Führung in die Pause. Die zweite Halbzeit wurde hart umkämpft, was viele Ballverluste wie auch unkontrollierte Spielphasen ergab. Südafrika musste nach einem gefährlichen Tackling von #11 Bryan Habana ab der 46. Minute in Unterzahl weiter spielen, doch glichen in diesen zehn Minuten durch einen Straftritt von Jantjies zum 13:13 aus. In der 63. Minute hatte Sanchez die Führung per Straftritt auf dem Fuß, doch der Kick ging knapp vorbei. Allerdings bekam er nur 120 Sekunden später eine weitere Chance, die er zum 16:13 nutzte. Anschließend konterten die Argentinier schnell und ein schlauer Lupfer von Sanchez in Richtung Malfeld narrte die Abwehr und so konnte #14 Santiago Cordero den Ball ungehindert annehmen und im Malfeld ablegen. Sanchez erhöhte zum 23:13. Wer nun dachte, dass dies die 'Springboks' in eine Schockstarre versetzte, wurde überrascht. Sie knieten sich richtig hinein und konnten nur zwei Minuten später ebenfalls einen Versuch legen, als Jantjies die Abwehrreihen durchbrach und Goosen schließlich den Versuch legte. Die Nummer 10 erhöhte zum 20:23 mit nur noch acht Minuten auf der Uhr. Argentinien leisteten sich nun zu viele Fehler und so konnte Jantjies schon in der 73. Minute den Ausgleich erzielen. Doch die Südafrikaner wollten noch mehr und so wagte Goosen vier Minuten vor dem Ende einen Straftritt aus der eigenen Spielhälfte, welcher allerdings viel zu kurz geriet. Das Heimteam bekam aber nochmals einen Straftritt zugesprochen und ging diesmal zur Gasse. Das war die richtige Taktik, denn nach einigen schnellen Pässen konnte #8 Warren Whiteley die Lücke finden und unter die Malstangen tauchen. Jantjies erhöhte in den letzten Sekunden auf 30:23 und Südafrika gewinnt soeben gegen die Gäste aus Argentinien...


Tabelle:
      Team                 Spiele  Siege   Unent. Niederl. Differenz   Punkte
1. Neuseeland   1   1   0   0    + 34    5
2. Südafrika    1   1   0   0    +  7    4
3. Argentinien  1   0   0   1    -  7    1 
4. Australien   1   0   0   1    - 34    0


Wie hier Waisake Naholo konnten die 'All Blacks' von Australien nicht gehalten werden... 
(Photo:planetrugby.com)

Dienstag, 2. August 2016

FRANK THE BAPTIST - As The Camp Burns

...neu in meinem CD-Regal....


FRANK THE BAPTIST - As The Camp Burns


Nach neunzehn Jahren Musikbiz hat es FRANK THE BAPTIST endlich geschafft und kann mit dem melodiösen How Low Are We ihren ersten Videoclip präsentieren. Unterstützt von dem Magazin 'Sonic Seducer' sollte diese feinen bewegten Bilder das aktuelle Album 'As The Camp Burns' doch noch ein wenig mehr pushen. Erschienen ist es immerhin schon im Jahre 2015. Und es ist eine wirkliche Weiterentwicklung der Band, ohne ihre Wurzeln im Gothic-Rock wie Post Punk zu verlieren. Wie der erwähnte Videoclip-Song sind in dem Album etliche Lieder enthalten, die im Ohr bleiben; man höre nur Hold Fast oder Sea Legs On A Train. Immer noch sind eindeutig die klassischen Töne und Songstrukturen von FRANK THE BAPTIST zu erkennen, allerdings wirken an einigen Stellen wie beim Opener Diogenes Travels ungewohnt schmetternde oder härtere Gitarren; auch Ashes Ashes verzeichnet deutlich rockigere Züge. Der Anti-Kriegs Song Folded Flags sowie das nachfolgende Our Chariot Awaits weist irgendwie erneut maritime Züge auf. Wieso verbinde ich die Band so oft mit klassischer Schifffahrt? Irgendetwas schwingt wohl in den Songs mit wie Ebbe und Flut und zieht einen hinaus auf's Meer. Am Ende der CD werden die Songs meiner Meinung nach FTB-typischer und richtig stark. Forever Yes treibt nochmal richtig vorwärts und das abschließende etwas ruhigere sowie tiefgründigere The Fire In Your Eyes ist mit seinen attackierenden Gitarrenspiel mein persönlicher Favorit - das Lied muss immer zweimal laufen, bevor eine neue Rotation des Ganzen beginnen kann. 'As The Camp Burns' ist ein Schritt vorwärts von einer Band, die wohl leider zu oft aufgrund Oberflächlichkeit der Hörer unterschätzt wird - öffnet eure Ohren mal etwas länger bei dieser CD ...!

Erscheinungsdatum: 24.04.2015
Format: CD 
Label: RecordJet
Barcode: 4050215114746

Tracklist:
  1. Diogenes Travels
  2. Hold Fast
  3. How Low We Are
  4. Thumbelina
  5. Ashes Ashes
  6. Sea Legs On A Train
  7. Folded Flags (Piranha)
  8. Our Chariot Awaits
  9. Mary Magdalene Of Kettner Blvd.
  10. Forever Yes
  11. The Fire In Her Eyes

First videoclip from FRANK THE BAPTIST


Montag, 1. August 2016

Höllenhund - James Herbert

Rezension zu ' Höllenhund' von James Herbert



Erscheinungsjahr: 1992 (Original: 1977)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 234
Verlag: Heyne
ISBN-13: 3-453-05635-3
Preis: 8,80 DM (vergriffen)


KURZBESCHREIBUNG: 
Zu einem Hundeleben verdammt fühlt sich der Mischling Dusel, dem immer wieder Erinnerungen aus seinem Menschenleben hochkommen. War er tatsächlich einst ein Zweibeiner gewesen? Um Antwort auf diese Frage zu finden schließt er sich dem wilden Hund Rumbo an, welcher scheinbar ähnlich clever und andersdenkend ist, wie andere Hunde oder allgemein die wenigsten Tiere es eben nicht zu sein scheinen. Jedoch kommt Dusel seinen vertrauten Gedanken nicht näher, bis die Beiden in turbulente Ereignisse verwickelt werden, welche Dusel veranlassen neue Wege zu gehen, um an sein Ziel zu gelangen...

KOMMENTAR:
Der Roman 'Höllenhund' ist denke ich ein Beweis, wie vor der Jahrtausendwende (und auch heute noch nicht selten) sämtliche Bücher eines Autors in einen Topf geworfen wurden! Der britische Schriftsteller James Herbert wurde in den Achtziger Jahren als die englische Antwort auf Stephen King publiziert. Das mag in sofern stimmen, dass Herbert etliche Horror- oder Gruselromane verfasst hatte. Der Roman 'Höllenhund' allerdings hat rein gar nichts in dieser Kategorie verloren! Schon allein der ziemlich idiotisch gewählte deutsche Titel liegt komplett daneben; aber wurde wohl gerade deswegen gewählt, um der Schublade gerecht zu werden. Der Leser bekommt hier allerdings die Geschichte eines Streuners erzählt, der auf der Suche nach seinem wahren Ich ist. Dies wird leider in der ersten beiden Dritteln des Buches großteils auf das Streuen verlegt und ist zwar ganz nett zu lesen, fesselt aber leider nicht oder nimmt den Leser gar mit. Die Erlebnisse des Hundes scheinen aus der Sicht eines Menschen dann doch eher belanglos. Das letzte Drittel steuert dann langsam in Richtung Aufklärung und ich denke, dass ich her nicht zuviel verrate, wenn ich sage, dass ich von Anfang an mit Reinkarnation richtig lag. Somit ist 'Höllenhund' leider einer der Romane von James Herbert, die ich nur Lesern empfehlen kann, welche ein großes Interesse an dem Alltag aus der Sicht eines Vierbeiners haben. Ich fürchte allerdings, dass Hundebesitzer ebenfalls nicht glücklich mit diesem Roman werden... 
4,8 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
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Donnerstag, 28. Juli 2016

ENTSTAUBT ... im ... JULI

...Die 'ENTSTAUBT'-Rubrik ist ein Tribut an Alben, 
die mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben...


THE PSYCHEDELIC FURS - Forever Now


Es ist schon verblüffend schön, dass THE PSYCHEDELIC FURS nach nahezu vierzig Jahren immer noch touren. So schaue ich recht neidisch auf den Tour-Kalender, denn dieser hat wieder einmal nur Auftritte in den U.S.A. vermerkt. Es bleibt also dem europäischen Fan nichts anderes, als traurig eine CD in den Player zu schieben. 'Forever Now' war das dritte Album der Briten und das erste nach ihrem Umzug in die Vereinigten Staaten. Nach einigen Musikerwechseln wandelte sich auch der Sound, welcher von der Punkschiene mit Psychedelic-Rock Einflüssen in noch melodiösere Bahnen verlief. Vorreiter ist hier schon die Single Love My Way, welches durch seine Marimbo-Melodie auffällt und im Ohr bleibt. Auch Lieder wie Goodbye und die zweite Single Danger zeigen, dass THE PSYCHEDELIC FURS weiter Instrumente wie Saxophon und Trompeten in ihren Sound einbauten, was damals im Mainstream-Bereich gerade Mode war; die FURS dies aber schon bei vorherigen Aufnahmen nutzten. Der Opener und Titeltrack Forever Now hingegen zeigt als Rocksong hintergründige Synthesizer auf. Ob nun flotter wie bei Run And Run oder auch mal ein wenig ruhiger und melancholisch angehaucht wie das Lied No Easy Street, die Band weiß jederzeit zu überzeugen und legte mit dem Album 1982 ein Meilenstein in der Bandgeschichte. Natürlich auch beeinflusst durch die Wahlen in den U.S.A. in diesem Jahr, aber hauptsächlich aufgrund der Qualität des Werkes steht die aktuelle Tour unter dem Motto 'President Gas 2016'. Bei dem treibenden gleichnamigen Song ist dies auch kein Wunder. Ein immer noch tolles Album, was auf jeden Fall seine Berechtigung im CD-Schrank oder Plattenregal hat!

Erscheinungsdatum: 1982
Format: CD, LP, MC
Label: CBS / Columbia
Tracklist:
  1. Forever Now
  2. Love My Way
  3. Goodbye
  4. Only You And I
  5. Sleep Comes Down
  6. President Gas
  7. Run And Run
  8. Danger
  9. No Easy Street
  10. Yes I Do
Love My Way - Live

Dienstag, 26. Juli 2016

Ich bin kein Serienkiller - Dan Wells

Rezension zu ' Ich bin kein Serienkiller' von Dan Wells



Erscheinungsjahr: 2010 (Original: 2009)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 376
Verlag: Piper
ISBN-13: 978-3-492-26771-7
Preis: 9,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
John Cleaver ist ein Freak! Zumindest behaupten dies seine Klassenkameraden. Sein Psychotherapeut und seine Mutter reden eher von einem Soziopathen und der Fünfzehnjährige selber glaubt, er ist ein kommender Serienkiller! Ungewöhnlich ist der Gedanke nicht, hilft er seiner Mutter und ihrer Schwester Margaret seit dem achten Lebensjahr in der Leichenhalle ihres kleinen Bestattungsunternehmens in dem beschaulichen Ort Clayton. Dazu sind Serienmörder sein absolutes Steckenpferd, er kennt sich besser in diesem Gebiet und der Geschichte der unzählig gefassten Verbrecher aus, als so mancher Kriminologe. Johns Angst ist, dass dieses Monster aus ihm eines Tages heraus bricht. Da geschehen die ersten Morde in der Kleinstadt und schnell wird dem Jungen klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt, teuflischer als man glauben mag. John beschließt trotz seiner Faszination, den Serienkiller zu stellen ... und gerät an einen mächtigen Gegner!

KOMMENTAR:
Als ich das erste Mal von diesem Buch hörte bzw. es in der Hand hielt, dachte ich mir: ach, wieder einer dieser Psycho-Thriller der neuen Generation. Das Böse, von dem auf der Rückseite gesprochen wurde, ist bestimmt wieder lediglich eine kranke Seele. Doch dann las ich die Rezension eines Lesers, der seine Enttäuschung über den starken Touch Übernatürliches in diesem Buch breit machte - meine Aufmerksamkeit war damit wieder geweckt. Und in der Tat, das Buch 'Ich bin kein Serienkiller' ist ein Werk, dass mein Leseinteresse vollends befriedigt hat. Der ziemlich abgedreht Protagonist John ist in seiner Denkweise und mit seinen Neigungen schon eine Ausnahmeerscheinung. Damit hat der Autor Dan Wells schon eine gelungene Basis für diesen Roman geschaffen, der tatsächlich mit Dämonen zu tun hat. Dies ist einfach wichtig zu wissen. Ich kann mir schon vorstellen, dass reine Thriller-Leser hier negativ überrascht wurden. Ist man ein Freund des gepflegten Horrors mit all seinen teuflischen und dämonischen Gestalten, dann erhält man hier einen Page-Turner, der den Leser direkt an den jungen John bindet; ist dieser erste Roman einer angedachten Trilogie doch in der 'Ich-Form' geschrieben; eine Schreibweise die mir zusagt, da sie irgendwie etwas intimer wirkt. Wells beschwört auf den Seiten ein furioses Finale herauf, welches wunderbar gelungen ist und sehr rund wirkt. Und trotzdem darf sich der Leser die Frage stellen, wie der Serienkiller-Freak John Cleaver anschließend weiter lebt. Denn es gibt ja noch weiteren Lesestoff um den Jungen. Ich freue mich schon drauf!
8,5 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- erster Band der Serienkiller-Reihe
- Danksagung des Autors

Montag, 25. Juli 2016

INTERPOL - El Pintor

...neu in meinem CD-Regal....


INTERPOL - El Pintor


Der letzte Output der amerikanischen Indieband INTERPOL ist ein echter Burner! Nach dem doch etwas verhaltenem Album mit dem schlichten Titel 'Interpol' knallt der Nachfolger 'El Pintor' - was übrigens ein schlichtes Wortspiel des Bandnamens ist - voll durch. Meiner Meinung liegt dies zum Großteil an der dominanten wie genialen Gitarrenarbeit auf dem Werk, was in 2014 erschien. Man höre sich nur die Tracks Same Town New Story und My Desire an. Gitarrist Daniel Kessler durfte hier wirklich eine Schippe drauflegen und einnehmende Riffs in die Songs einarbeiten. Dazu wirken die Rhythmusinstrumente regelrecht fordernder - man höre nur das treibene Ancient Ways - und die Stimme von Paul Banks ist präsenter denn je. So geht es mit dem Opener All The Rage Back Home flott los und vereinnahmt den Hörer bis zum letzten Ton von Twice As Heart. Ob nun rockiger wie Everything Is Wrong oder eher ruhige Songs wie My Blue Supreme; INTERPOL sind immer auf der Höhe des Geschehens und kontrollieren den jeweiligen Song perfekt. Mit Tidal Wave haben sie meiner Meinung nach den Punkt am perfektesten getroffen. Ein phantastischer Song. Ich will gar nicht weiter schwärmen; kaufen und ab in den Player damit - so schnell es geht!

Erscheinungsdatum: 05.09.2014
Format: CD (Digipack)
Label: Soft Limit
Barcode: 5414939741821

Tracklist:
  1. All The Rage Back Home
  2. My Desire
  3. Anywhere
  4. Same Town, New Story
  5. My Blue Supreme
  6. Everything Is Wrong
  7. Breaker 1
  8. Ancient Ways
  9. Tidal Wave
  10. Twice As Hard

Tidal Wave